LRS: Wie professionelle Förderung Kindern helfen kann
Impuls der Woche - 26.06.2026
Wenn ein Kind wieder an sich glaubt.
Nach den ersten beiden Impulsen haben uns einige Eltern geschrieben. Viele haben erzählt, wie belastend die Situation für ihre Kinder geworden ist. Nicht nur wegen der Rechtschreibung, sondern weil sie erleben, dass sie sich anstrengen und trotzdem immer wieder an ihre Grenzen stoßen.
Genau das ist häufig die größte Herausforderung bei einer Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS). Mit der Zeit leidet nicht nur die Leistung, sondern oft auch das Selbstvertrauen.
Kinder beginnen, an sich zu zweifeln. Sie melden sich seltener im Unterricht. Sie vermeiden das Vorlesen. Manche verlieren die Freude am Schreiben. Andere sagen irgendwann Sätze wie: "Ich kann das sowieso nicht." Dabei stimmt das nicht.
Förderung bedeutet mehr als Rechtschreibung
Professionelle LRS-Förderung verfolgt deshalb ein größeres Ziel. Natürlich geht es darum, das Lesen und Schreiben zu verbessern. Ebenso wichtig ist jedoch, dass Kinder wieder Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln.
Denn Lernen gelingt dort am besten, wo Kinder erleben: "Ich darf Fehler machen. Und ich kann trotzdem Fortschritte machen."
Diese Erfahrung verändert oft mehr als jede Note. Kinder mit LRS brauchen Erfolgserlebnisse. Nicht irgendwan, sondern möglichst früh. Wenn ein Kind merkt, dass Wörter plötzlich sicherer geschrieben werden oder das Lesen leichter fällt, verändert sich häufig auch die Haltung zum Lernen. Aus Unsicherheit wird Zutrauen. Aus Frust entsteht wieder Motivation.
Deshalb arbeitet moderne LRS-Förderung mit kleinen, aufeinander aufbauenden Lernschritten. Kinder werden nicht überfordert, sondern erleben Schritt für Schritt, dass sie erfolgreich lernen können.
Individuell statt nach Schema F
Jedes Kind bringt andere Stärken und andere Herausforderungen mit. Deshalb gibt es auch nicht die eine Übung, die allen hilft.
In der Zusammenarbeit mit dem Lernserver der Universität Münster wird zunächst genau analysiert, wo die individuellen Schwierigkeiten liegen. Auf dieser Grundlage entsteht ein persönlicher Förderplan mit Übungen, die genau auf das jeweilige Kind abgestimmt sind. Diese individuelle Förderung ermöglicht es, gezielt an den Bereichen zu arbeiten, die dem Kind noch schwerfallen, ohne es mit unnötigen Wiederholungen zu belasten.
Gemeinsam mit den Familien
Eine erfolgreiche Förderung gelingt am besten, wenn Schule, Eltern und Lernförderung zusammenarbeiten. Deshalb ist uns bei LernZeit Rheinland der persönliche Austausch mit den Familien besonders wichtig. Eltern erleben häufig zum ersten Mal, warum ihr Kind bestimmte Fehler macht und wie sie es zu Hause unterstützen können, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen.
Die Förderung selbst findet im Einzelunterricht direkt bei den Familien zu Hause in Bornheim und Umgebung statt - oder in unserem Lerninstitut in Aachen-Laurensberg. In einer vertrauten Umgebung können viele Kinder entspannter lernen und sich ganz auf ihre individuellen Lernziele konzentrieren.
Unverbindliche Beratung und individuelle Testung
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind von einer Lese- und Rechtschreibschwäche betroffen sein könnte, bieten wir Ihnen zunächst ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch an.
Im Anschluss erfolgt bei Bedarf eine Testung, die gemeinsam mit dem Lernserver der Universität Münster ausgewertet wird. Auf dieser Grundlage entsteht ein individueller Förderplan, der genau auf die Bedürfnisse Ihres Kindes abgestimmt ist.
Weitere Informationen zu unserem Förderkonzept finden Sie hier:
🌱 Ein Gedanke zum Schluss
Vielleicht ist das Schönste an einer gelungenen Förderung nicht, dass ein Diktat besser ausfällt. Sondern der Moment, in dem ein Kind zum ersten Mal wieder sagt: „Ich glaube, ich kann das doch.“ Und manchmal beginnt genau dort der wichtigste Lernerfolg.
Sie haben die ersten beiden Teile unserer LRS-Reihe verpasst?
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