LRS: Wenn Lesen und Schreiben zur täglichen Herausforderung werden
Impuls der Woche - 12.06.2026
„Er übt doch so viel.“
Viele Eltern spüren früh, dass ihr Kind mehr Mühe mit dem Lesen und Schreiben hat als andere Kinder. Das tägliche Lesen dauert länger. Diktate enden häufig mit Enttäuschungen. Wörter, die gestern noch richtig geschrieben wurden, erscheinen heute wieder voller Fehler. Und irgendwann stellt sich die Frage:
„Warum wird es trotz des Übens nicht besser?“
Für Kinder kann das sehr belastend sein. Sie erleben, dass sie sich anstrengen und trotzdem nicht die Ergebnisse erzielen, die von ihnen erwartet werden. Mit der Zeit verlieren manche Kinder das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten.
LRS ist keine Frage von Intelligenz
Eine Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) hat nichts mit mangelnder Begabung oder fehlendem Fleiß zu tun. Viele betroffene Kinder sind neugierig, intelligent und in anderen Bereichen sogar besonders stark. Dennoch fällt es ihnen schwer, die Regeln unserer Schriftsprache sicher zu erfassen und anzuwenden. Genau deshalb hilft der Satz „Du musst einfach mehr üben“ häufig nicht weiter. Denn nicht jedes Kind macht dieselben Fehler und nicht jedes Kind braucht dieselbe Unterstützung.
Jedes Kind hat andere Stolpersteine
Moderne LRS-Förderung geht deshalb einen anderen Weg. Statt nur auf die Anzahl der Fehler zu schauen, wird untersucht, welche konkreten Fehlerschwerpunkte hinter den Schwierigkeiten stehen. Der Lernserver der Universität Münster arbeitet genau nach diesem Prinzip. Auf Grundlage einer differenzierten Fehleranalyse werden die individuellen Schwierigkeiten eines Kindes sichtbar gemacht und daraus passgenaue Fördermaterialien entwickelt.
So wird nicht „mehr vom Gleichen“ geübt, sondern genau dort angesetzt, wo das Kind Unterstützung benötigt. Wie eine professionelle LRS-Förderung konkret aussehen kann, haben wir auf unserer Seite zur LRS-Förderung ausführlich beschrieben.
Was Eltern tun können
Der erste wichtige Schritt ist oft, den Druck herauszunehmen. Kinder mit LRS hören häufig, was noch nicht klappt. Viel seltener hören sie, was sie bereits geschafft haben. Vielleicht hilft deshalb zunächst eine andere Frage: Nicht: „Warum kannst du das noch nicht?“ Sondern: „Was brauchst du, damit es leichter wird?“ Denn Lernen gelingt deutlich besser, wenn Kinder sich verstanden fühlen und nicht ständig gegen das Gefühl ankämpfen müssen, nicht gut genug zu sein.
Professionelle LRS-Förderung in Bornheim
Wenn Eltern den Verdacht haben, dass ihr Kind von einer Lese- und Rechtschreibschwäche betroffen sein könnte, stellt sich häufig zunächst die Frage: Ist das noch eine normale Unsicherheit beim Lesen und Schreiben oder steckt mehr dahinter?
Deshalb bieten wir bei LernZeit Rheinland zunächst ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch an. Gemeinsam besprechen wir die Beobachtungen der Eltern, die schulische Situation und die nächsten sinnvollen Schritte.
Bei einem begründeten Verdacht auf LRS erfolgt anschließend eine Testung in Zusammenarbeit mit dem Lernserver der Universität Münster. Dabei wird nicht nur die Anzahl der Fehler betrachtet, sondern vor allem analysiert, welche individuellen Fehlerschwerpunkte hinter den Schwierigkeiten des Kindes stehen.
Auf Grundlage dieser Auswertung erstellt der Lernserver ein individuell auf das Kind zugeschnittenes Förderprogramm. Die Übungen setzen genau dort an, wo Unterstützung benötigt wird. So wird gezielt gefördert, anstatt wahllos mehr zu üben.
Die anschließende Förderung erfolgt durch LernZeit Rheinland im Einzelunterricht direkt bei den Familien zu Hause in Bornheim und Umgebung. Dadurch können die Kinder in einer vertrauten Lernumgebung arbeiten und erhalten die Zeit und Aufmerksamkeit, die sie für nachhaltige Fortschritte benötigen.
🌱 Ein Gedanke zum Schluss
Manche Kinder brauchen nicht mehr Übungsblätter. Sie brauchen einen anderen Zugang. Und manchmal beginnt Förderung genau dort, wo wir anfangen zu verstehen, wie sie lernen.
